Triple Metal Augenweide
20.05.2007 um 10.48 Uhr | reviews | 2 KommentareEine nicht ganz ernst gemeinte Konzertreview
Wie das mit den geschenkten Gäulen nun mal so ist, findet sich früher oder später ein Rosshaar in der Suppe. Die Karte für das Triple-Metal Konzert in Wiesbaden entpuppte sich nämlich beim Absurfen der Band Homepages als Death und Thrash Metal Event. Hurrah for that!
Getreu dem Motto “No Risk, No Fun” ließ ich mich nicht abschrecken, sondern kramte meine stabilsten Stiefel und die Silikonohrstöpsel raus. Schließlich war ich im zarten Alter von 18 auch alleine in einschlägigen Metal Discos unterwegs gewesen und habe vermutlich nur wegen Unscheinbarkeit (ich war damals schon ein Grashalm) keine Blessuren davon getragen.
Am Einlass trafen wir den Fahrradmechaniker meines Vertrauens, der als einziger von uns die angemessene Haarmähne hatte. Dafür sah T. mit seiner vom Unterwasserrugby angeschlagenen Nase angemessen gefährlich aus. Ich beschränkte mich auf dekoratives Herumstehen in knallengen Jeans und schaute mir beim ersten Bier das Publikum näher an. Es war zwar viel Jungvolk anwesend, trotzdem zogen wir den Altersdurchschnitt nicht wirklich nach oben. Ich hatte schon befürchtet, man würde mich nach meinem Begleitteenager fragen. Haarlänge und Outfit waren durchaus variabel. Wäre man in den frühen 80ern mit kurzen Haaren und einfachem T-Shirt ohne die obligatorische Kutte mächtig aufgefallen, so ging am Mittwoch ziemlich alles: vom normalen Jeans und T-Shirt Träger bis zum Rock tragenden Grufti. Lederhosen und Kutten habe ich kaum gesehen; vermutlich weil erstere auf Dauer eher unbequem sind und letztere einfach out. Obwohl, die 80er sind ja modisch wieder schwer im Kommen, vielleicht erlebt dann auch die liebevoll mit Aufnähern bestückte und mit Schriftzügen versehene Jeansweste ihr Revival. Farblich gab es aber bei aller klamottentechnischen Varianz keinen Kompromiss, es dominierte Schwarz. Sehr beliebt waren schwarze Bekenner T-Shirts, mit denen die Jungs ihre Vorlieben für bestimmte Bands zeigten. Genau, Jungs, denn die Frauenquote war sehr niedrig. Dafür waren die Outfits erfreulich verschieden. Nebem den Jeans-mit-Jeansjacke Klassiker gab es viele Gruftifrauen, mal im langen Stoffrock, mal im kurzen Lackmini mit Netzstrumpfhose.
Schauen wir nun, was sich auf der Bühne so tat. mehr…
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