Das Amt - Teil 2
07.05.2008 um 11.42 Uhr | das leben | 3 KommentareNo Murder in The Rue Zahlbacher
Der Plan für den Morgen des 18. April war wie folgt:
Frau Pollymere wirft sich in den Schafspelz, um mit ihren subversiven Londonplänen, die ja eine gewisse Eigeninitiative und Aktivität erfordern, den Menschen beim A-Amt nicht zu verwirren.
Der tatsächliche Ablauf gestaltete sich dann so:
10:45 h: Enter Frau Pollymere mit hochrosa Kopf, wilder Frisur und zarten Schafsflöckchen, die sich durch die Hexenjagd auf dem Fahrrad von ihrem Kostüm zu lösen beginnen.
10:46 h: Aufstieg in das 2. OG, wo sich der zuständige Berater aufhält. Erste Irritationen stellen sich ob der freundlichen Gebäudearchitektur, der Begrünung und der überall offenen Türen ein …
10:50 h: Der Berater stellt sich als äußerst zugänglicher und aufgeschlossener junger Mann heraus, mit dem ich erst mal über seinen Hintergrund als Umweltjurist plaudere und wie er denn zum A-Amt gekommen ist. Im weiteren Gespräch befindet er, dass er mich eigentlich gar nicht vermitteln muss, weil ich in 2 Monaten sowieso übersiedele. Herr W. lässt den Ausdruck “gesunder Menschenverstand” fallen. Ich bin begeistert. Wir plauschen noch ein wenig über die Probleme, arbeitslose Opelaner zu vermitteln, die schon seit 30 Jahren beim Obbl schaffen und soviel A-Geld kriegen, dass die gar keine Lust mehr haben, irgendwas zu machen.
10:20h: Wir verabschieden uns nach einem gemütlichen Plausch über Dostojewski und Kafka bis zum Wiedervorlagetermin Mitte Juni.
10:21h: Exit Frau Pollymere, die irgendwo im Gebäude ihren Schafspelz verloren hat.
Also, irgendwie … das war schon fast surreal.
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